Gartenteich

Ohne Wasser geht es nicht!

Als Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten besitzt Wasser - zunächst als grundlegendes Lebensmittel eine übergeordnete Priorität. Daneben gilt Wasser und insbesondere das Geräusch des gleichmäßig dahinplätschernden Wasser vielen Menschen gerade angesichts zunehmenden Stress als Balsam für die Seele. Doch auch im privaten häuslichen Bereich fällt dem Nass eine nicht zu unterschätzende Rolle zu - sagt beispielsweise die liebvolle Anlage eines Gartenteiches viel über den Erbauer und seine Einstellung gegenüber der Natur und allen damit verbundenen Themen aus. Denn plant ein Gartenbesitzer die Anlage eines Teiches, beweist er damit, dass er diesem Grundelement des Lebens einen übergeordneten Platz innerhalb des Garten einräumt.

Wo Wasser ist, ist Leben!

Doch gilt ebenso: Ein Teich symbolisiert nicht nur unsere ganz eigenen psychischen Verhaltensweisen und unsere Vorliebe für exklusive Gartengestaltung - als individuell gestaltbares Biotop bietet er den unterschiedlichsten Lebensformen auch ein geschütztes Refugium. Denn: wo Wasser ist, werden bei richtiger Anlage schon bald immer auch weitere Lebewesen wie z.B: Frösche, Vögel, Libellen und andere Insekten versammelt sein.

Wie mache ich meinen Teich zu einem Hingucker für Mensch und Tier?

Doch was muss unbedingt beachtet werden, entscheidet man sich für den Bau eines Gartenteiches, der nicht nur dekoratives Zierelement, sondern auch Heimat für unterschiedlichste Tier- und Insektenarten werden soll? Hier einige Anregungen, wie Sie Ihren Teich zu einer Attraktion für Mensch und Tier machen:

 

  • Wählen Sie den Standort so, dass der Teich inklusive seiner Bepflanzung täglich 4 bis 6 Stunden Sonnenlicht erhält.
  • Vermeiden Sie unbedingt die Platzierung nadelnder oder Laub abwerfender Pflanzen in unmittelbarer Teichnähe! Insbesondere durch das auf den Teichgrund absinkende und verschlammende Laub wird die Qualität des Wassers stark beeinträchtigt.
  • Grundsätzlich ist ein Teich zu jeder Jahreszeit anzulegen - einmal abgesehen von der Frostperiode. Für die Bepflanzung eignet sich dagegen besonders das Frühjahr.
  • Beachten Sie die Größenproportionen Ihres neuen Teiches! Generell gilt die Faustregel: „Je größer und tiefer, desto besser!" Pro Quadratmeter Wasseroberfläche sollte jeder Teich mindestens 400 Liter Wasser aufweisen. Durch dieses Verhältnis vermeiden Sie zum Einen ein zu starkes Aufheizen des Gewässers, zum anderen einen damit verbundenen, beschleunigten Algenwuchs. Eine Wassertiefe von mindestens 80cm bietet vielen Organismen aber auch Tieren ausreichende Möglichkeiten, sich anzusiedeln und sicher überwintern zu können.
  • Welches Material ist zu verwenden?

Auch hier lässt sich eine an den Größen orientierte Faustregel aufstellen: „Besitzt der Teich eine Grundfläche, kleiner als 7 Quadratmeter, so ist die Anlage in Form eines Fertigteiches dringend anzuraten!" Dagegen bietet die Anlage eines Folienteiches sicherlich den größeren Reiz durch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Beachten Sie dabei jedoch immer unbedingt die Verwendung eines unterlagernden Vlieses! Die Verwendung einer Folienstärke von 1mm hat sich in der Praxis besonders bewährt.

Verschiedene Folien stehen zur Auswahl. Einfache Verlegung und hochwertige Eigenschaften sprechen z.B. für die langlebige EPDM-Teichfolie, einer Dichtungsbahn aus Hochleistungs-Kautschuk mit niedrigen Umwelteinflüssen während Herstellung und Einsatz.

Die perfekte Teichanlage in 6 Schritten:

1. Planung

Legen Sie in einer Skizze die Größe, die Form und vor allem die Gestaltung des Teichumfeldes fest! Beobachtungsplätze sollten vor allem an der Südseite des Gewässers platziert werden, um einer Blendung durch einfallendes Sonnenlicht vorzubeugen.

2. Gestaltung der Uferzonen

Jeder Teich lebt von dem Abwechslungsreichtum seiner Formen und Zonen! Grundsätzlich sind drei an der jeweiligen Tiefe gemessene Zonen zu beachten: Sumpfzonen (0-30cm), Flachzone (30-50cm), Tiefzone (50-100cm). Vor allem in kleineren Teichen ist eine entsprechend stufige Anlage zu beachten. Um später offen liegende Folienabschnitte zu vermeiden, sollten alle Uferzonen auf der gleichen Höhe angelegt und mit einer Wasserwaage überprüft werden. Für die Gestaltung der Randzonen eignen sich vor allem aus Jute gefertigte Uferbepflanzungsmatten oder Kokostaschen, die in fertiger Form in vielen Raiffeisen-Märkten erhältlich sind.

3. Ausheben des Teiches und Verlegung der Folie

Nach dem Ausheben der Teichgrube, die im Vorfeld mittels einer Schnur oder einem Wasserschlauch markiert werden sollte, empfiehlt sich die Verlegung der Teichfolie bei einer optimalen Temperatur von ca. 20 Grad. Beachten Sie dabei, dass die Folie an keiner Stelle auf Spannung liegt, da sie sich durch das spätere Befüllen dehnen und nochmals dünner wird.

4. Einbringen des Pflanzensubstrates

Nach der Anlage der Teichform geht es nun an die Ausstattung mit einer etwa 20cm starken, nährstoffarmen Sand- oder Sand-Kiesgemisch-Schicht im Verhältnis 4:1. Die notwendigen Nährstoffe werden die Pflanzen später durch die aus dieser Schicht gelösten Mineralstoffe erhalten.

5. Die Flutung

sollte überaus vorsichtig und von Stufe zu Stufe erfolgen. Für die Befüllung empfehlen sich vor allem Leitungswasser sowie schadstofffreies Brunnenwasser. Eine „Impfung" des neuen Teiches mit Wasser aus einem bereits bestehenden Teich ist unbedingt empfehlenswert. Es beschleunigt die Vermehrung von Kleinlebewesen in Ihrem neuen Biotop.

6. Die Bepflanzung

Mit einer großzügigen, ausgewogenen Bepflanzung schließen Sie die Arbeiten an Ihrem neuen Gartenteich ab! Die Bepflanzung ermöglicht eine spontane Besiedlung des Areals in den folgenden Wochen. Beachten Sie in jedem Fall die Freihaltung der frostfreien Zonen! Während der Winterzeit würden hier positionierte Wasserpflanzen den unter der Eisdecke vorhandenen Sauerstoff verbrauchen und damit die im Teich überwinternden Tiere gefährden.

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